„Komm in die Agentur“: vier Agentursurferinnen bei komm.passion

„Agenturen – so unterschiedlich wie ihre Namen“

Auch in diesem Jahr war komm.passion wieder Standort für vier Agentursurferinnen. Die Kommunikationsverbände BVDW, CMF, FAMAB, GPRA, GWA und OMG haben erneut das Motto „Mach was draus: Komm in die Agentur“ ausgerufen. Studierende waren eingeladen, den Agenturalltag kennenzulernen. Eine von ihnen war Doro, 25 Jahre alt. Sie kommt aus Krefeld und studiert Design im Master. Zwei Wochen lang surfte sie jeden Morgen zu komm.passion nach Düsseldorf. Sie erzählt, was sie zwischen Design, Kampagnenarbeit, neuen Leuten und Mittagspause mitgenommen hat.

Wie bist du darauf gekommen, beim Agentursurfen mitzumachen?

Doro: „Ich habe mich zu dem Zeitpunkt sowieso auf Praktika beworben – ich wollte am Ende meines Masters nochmal praktische Erfahrung sammeln. Dabei wusste ich nicht, ob es eine Design-Abteilung oder doch eine Agentur werden sollte. Dann sind mir in der Hochschule diese Postkarten begegnet, und auf Facebook wurde mir Werbung von ,komm-in-die-Agentur‘ angezeigt. Ich habe mich informiert, fand das Konzept cool und wurde angenommen. Eine schräge Sache, so ganz ohne Vorstellungsgespräch und ohne Angabe, in welche Agenturen ich letztlich gehen würde.“

Was war deine Motivation, bei Agentursurfen mitzumachen?

Doro: „Für mich war klar, dass ich praktische Erfahrung sammeln will. Allerdings wusste ich nicht, wo. Das Problem habe ich durch das Agentursurfen umgangen. Das Konzept, jeweils zwei Wochen in insgesamt vier Agenturen reinzuschauen, hat mich überzeugt. Es passt perfekt in die Semesterferien. Ich habe den idealen Überblick erhalten, den ich für meine berufliche Zukunft brauche. Wann hat man schon mal die Gelegenheit, so viele Agenturen in so kurzer Zeit kennenzulernen?“

Welche Erfahrungen hast du gemacht?

Doro: „Vor allem, dass ich alle zwei Wochen quasi von vorn anfange – ich wurde immer wieder ins kalte Wasser geschmissen. Ich musste mich immer neu einfinden: neues Büro, neue Aufgaben, neue Leute – das macht Übung. Ich merke selbst, dass meine Aufregung mit jedem Mal weniger geworden ist. Ich kann mich jetzt viel schneller auf neue Situationen einstellen und habe gelernt, die unterschiedlichsten Aufgaben zu übernehmen.“

Was war das Kurioseste, was dir passiert ist?

Doro: „Einmal bin ich in eine Agentur gekommen und saß plötzlich beim Digital-Team. Erst dachte ich, dass ich jetzt völlig falsch gelandet sei, dass ich mich falsch beworben hätte. Später hat sich herausgestellt, dass ich einfach die Teams in der Agentur kennenlernen sollte. So wurde mir auch bewusst, dass Agentur nicht gleich Agentur ist.“

Gab es etwas, das bei komm.passion anders war?

Doro: „Ja, definitiv. Bei komm.passion gibt es keine festen Teams oder Hierarchien. Hier kann quasi jeder mit jedem gemeinsam an einem Projekt arbeiten. Das habe ich schon in meinen zwei Wochen gemerkt. Das macht die Arbeit wahnsinnig facettenreich und flexibel. Eines war aber eigentlich immer gleich: Die Kollegen waren super drauf, und ich habe mich immer sehr wohl gefühlt.“

Hattest du auch Gelegenheit, dich mit anderen Agentursurfern auszutauschen?

Doro: „Ja, es hat ein gemeinsamer Netzwerk-Abend in einer der Agenturen stattgefunden. Es waren Menschen aus den Agenturen, Vertreter der Verbände und die Agentursurfer selbst dabei. Bei Bagels, Salat und einem Bierchen konnte man sich super unterhalten. Ziemlich schnell haben sich auch Gruppen gebildet, nach dem Motto: ,Wer war in den gleichen Agenturen?‘ So habe ich erfahren, wie es den Anderen in den Agenturen ging, ob sie dieselben Erfahrungen gemacht haben. Kam nur ich in einer der Agenturen nicht so gut klar, oder lag es vielleicht an der Agentur? Dass man sich über solche Dinge austauschen konnte, ist meiner Meinung nach ein wichtiger Aspekt des Programms.“

Was nimmst du am Ende mit?

Doro: „Agenturen sind so unterschiedlich wie ihre Namen. Die Menschen dort kümmern sich sehr um einen. Wenn man lernt, sich schnell auf die Situationen einzustellen, kann man sehr viel mitnehmen. Und: Manchmal ist ein Wörterbuch sehr sinnvoll. Agentursprache ist teilweise verwirrend, vor allem, wenn man nicht aus dem Kommunikationsbereich kommt. TKP, CPM, AD-Impression, Werbeträger – alles Begriffe, die ich persönlich erst einmal nachschlagen musste. Insgesamt kann ich mir eine spätere Zukunft in einer Agentur gut vorstellen.“