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Zeig mir deine Likes und ich sag dir, wer du bist

Forscher der Universität Stanford haben eine Studie veröffentlicht, nach der Facebook-Likes eines Users Auskunft über dessen Persönlichkeit geben können. Wenig überraschend? Doch! Mit ein paar Klicks wussten die Forscher mehr über die Probanden als deren eigene Eltern oder der Partner.

Die Besonderheit:

Die Testpersonen haben zunächst einen Persönlichkeitstest absolviert. Anschließend wurden Freunde, Arbeitskollegen und sonstige Bekannte gebeten, die Persönlichkeit der Probanden zu beschreiben.  Parallel wurde auf Basis der Facebook Daten der jeweiligen Testperson ein Persönlichkeitsbild per Computer erstellt.

Das Ergebnis:

Schon die Auswertung von 10 Likes kamen der Persönlichkeit der Testperson näher, als etwa die Beschreibung durch Arbeitskollegen. 150 Likes brauchte der Computer, um die Persönlichkeit besser zu beschreiben, als es die eigenen Eltern vermochten. Um den Partner der Testperson zu schlagen, war die Auswertung von 300 Likes nötig.

Was wir daraus lernen:

In Zukunft kann die Auswertung solcher Daten dazu beitragen, unser soziales Leben entscheidend zu beeinflussen. Nicht für alle ist diese Aussicht positiv, Fakt ist jedoch: Schon jetzt können uns soziale Netzwerke Hinweise liefern, die man zur Marktforschung und Zielgruppenerkennung nutzen kann.

So haben wir bereits die Profile von Anhängern politischer Parteien und sogenannter „Lohas“ (Lifestyle of health and sustainability) untersucht und dabei viele Vorurteile bestätigen, aber auch völlig neue Ansätze finden können. Dieser Untersuchungsansatz des „sozialen Genoms“ hilft, Zielgruppen besser zu verstehen und Aussagen zu den Vorlieben bestimmter Gruppen zu treffen. Natürlich nach gängigen Datenschutzrichtlinien. Ob wir dabei besser waren, als die eigenen Eltern, sei dahingestellt.