Güttler kommentiert

Vermeintlicher Maas-Shitstorm ist „Hysteriedemokratie“

Professor Dr. Alexander Güttler nennt den aktuellen – vermeintlichen – Shitstorm gegen Bundesjustizminister Heiko Maas „Hysteriedemokratie“. Als PR-Experte in der Aktuellen Stunde des Westdeutschen Rundfunks (WDR) relativierte er die Vorwürfe gegen den Politiker rund um dessen Facebook-Post zur Band „Feine Sahne Fischfilet“. Auf der Sachebene habe Maas lediglich bemerkt, dass er „Rock gegen Rechts“ gutheiße. Das einzig Unglückliche, das ihm dabei passiert sei, sei der Bezug zur Band gewesen: „Da hätte ich als PR-Berater eher gesagt: ,Das lässt du besser. Das führt zu Missverständnissen.‘“ Das Team von Heiko Maas hatte in einem Social-Media-Post das Engagement der Punkband gegen Fremdenfeindlichkeit gelobt. Diese war daraufhin auf Distanz zu ihm gegangen und hatte einen Shitstorm gegen Maas ausgelöst.

Nicht das erste Mal, dass eine Band die angebliche Vereinnahmung durch Politiker kritisiert. So hatten sich „Die Toten Hosen“ dagegen ausgesprochen, dass die CDU den Sieg bei der vergangenen Bundestagswahl mit ihrem Lied „Tage wie dieser“ feierte. Für Professor Dr. Güttler kein Problem: „Wir können heute im Internet mit wenigen Klicks herausfinden, was von Anhängern einer Partei geliked wird und von denen, die sie künftig zu ihren Anhängern machen möchte. Und wenn dies dann das Lied einer Band betrifft, die das stört, dann soll die Band es laut sagen. Das ist Pluralismus. Dann würde ich als Partei das Lied aber trotzdem nehmen.“

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Link zum Beitrag in der WDR-Mediathek (externer Inhalt): Los geht's ab Minute 24 und 42 Sekunden, online verfügbar bis 02.09.2016.