Für deutsche KMU zahlt sich Social-Media-Marketing noch nicht aus

Social Media. Und dann?

80 Prozent aller Klein- und mittelständischen Unternehmen aus den USA nutzen Social Media – die meisten von ihnen, um direkt mit dem Kunden in Kontakt zu kommen. Das belegt eine Studie des US-Unternehmensnetzwerks LinkedIn. Damit liegen die amerikanische und deutsche KMU-Landschaft quantitativ gar nicht soweit auseinander – die Universität Liechtenstein hatte Ende 2013 400 Unternehmen aller Größen (darunter 82 Prozent Klein- und mittelständische Unternehmen) zum Einsatz von Social Media befragt und herausgefunden, dass nahezu alle Unternehmen bereits eigene Kanäle bespielen. Auch die Motive ähneln sich: Steigerung der Markenbekanntheit, Gewinn neuer Kunden und die Beziehungspflege stehen hier im Vordergrund.

Ein massiver Unterschied  zeichnet sich allerdings im Erfolg ab: Während sich im amerikanischen Raum ein direkter Zusammenhang zwischen dem Einsatz von Social-Media-Maßnahmen und starkem Wachstum zeigt, können in Deutschland allenfalls Großunternehmen von einer positiven Hebelwirkung auf den Unternehmenserfolg profitieren, der Mittelstand arbeitet häufig ins Leere. Die Gründe: zu geringe personelle Ressourcen für das Social-Media-Marketing und ein zu geringes Know-how der Materie.

Erfolgreiches Social-Media-Marketing für die Klein- und mittelständischen Unternehmen braucht drei Dinge:

Eine professionelle Betreuung der Netzwerke, die nicht nur nebenbei passiert. Besser als halbherziger Einsatz wegen mangelnder Zeit der Verantwortlichen ist es, sich einen starken externen Partner zu suchen.

Darüber hinaus müssen unternehmensintern Barrieren und Schranken abgebaut werden, das Personal sollte geschult und auf die Nutzung der neuen Kanäle vorbereitet werden.

Letztendlich muss sich auch die Art der Kommunikation verändern: Es gilt proaktiv und mit einer gewissen Risikobereitschaft innovative Inhalte zu schaffen, die den Nutzer in den Bann des Unternehmens ziehen.